Neuigkeiten von uns (29.03.2003)
Neues vom 24.09.04 Neues vom 07.06.06 Neues vom 22.06.06 Neues vom 12.08.06
Spatziergang in der
Brunsumer Heide
Neues aus Brunsum (18.09.04)
Hundeerziehung mit Monika Virchow Husky sucht Zuhause
Aiko ist über die Regenbogenbrücke gegangen 11.10.2007
Unser neues Baby... 25.11.2007
Das ist aber nett, dass Du uns mal auf unserer Seite besuchen kommst!
Wir sind Aiko und Gibsy. Wir möchten uns einmal kurz vorstellen:
Ich bin Aiko. (Rüde) Geb. Mitte Dez. 2001. Ich bin ein Mix zwischen Labrador und Husky. Vom Aussehen her bin ich sozusagen ein Labrador im Huskypelz. Beim Temperament bin ich wohl eher beim Husky gelandet. Am 11.02.2002 kam ich zu meinem neuen Herrchen.

Ich bin die Gibsy. Geb. 16. Juni 2001. Ich bin ein Vollhusky. Seit 18.03.2002 bin ich hier.

Wie wir zu E.P. (so nennen ihn alle) gekommen sind, erzählt E.P. Euch am besten selber:
(Aber Vorsicht, die Story ist etwas länger)
Das ganze fing an, als ich mich nach reichlicher Überlegung entschloss, einen Hund anzuschaffen. Da ich viel Platz habe und auch sportlich aktiv bin, ging die Entscheidung dann immer mehr Richtung Husky. Allerdings wollte ich unbedingt einen Hund aus dem Tierheim. Ich dachte mir, wenigstens einem Tier dieses traurige Schicksal ersparen zu können und ihm ein vernünftiges Zuhause zu bieten. Über eine lange und umfangreiche Suche im Internet bin ich dann bei Frau Ravens-Schneiders (Husky-Hife) angelangt. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt leider keine Hunde zu vermitteln, konnte mir aber mitteilen, dass im Tierheim Aachen einige Huskymix Welpen abzugeben sind.
Also fuhr ich nach Aachen. Als ich den "Kleinen" sah, war es passiert! Der war so süß, den musste ich haben! Allerdings hatte ich erst einen Monat später Urlaub und mein Kleiner, der inzwischen den Namen Aiko erhalten hatte musste noch etwas im Tierheim verbleiben.
Dann kam der Tag "X" und nach Erledigung aller notwendigen Formalitäten ging´s dann ab ins Auto und auf die Reise in eine völlig unbekannte neue Welt. Aiko aber nahm es gelassen und saß brav auf dem Rücksitz neben einem Bekannten. Zuhause angekommen geschah eigentlich nichts besonderes. Er schnupperte überall herum und erkundete sein neues Revier.
Am späten Abend wurde es dann schon spannender. Was mach´ ich jetzt mit einem kleinen Hund, der sobald ich hinter einer Tür verschwand, fürchterlich winselt? Der nicht stubenrein ist und nicht auf den Teppich im Schlafzimmer machen soll? Ganz klar: Ich musste mich „opfern“. Also wurde eine Luftmatratze aufgepumpt, der Schlafsack hervorgekramt und ab in die Küche, von der man nur durch einen Flur mit Steinfußboden auf den Hof kommt.
Für Aiko hatte ich ein Körbchen aus Plastik im Tiergeschäft besorgt. Allerdings blieb das die Nacht über kalt. Stattdessen hatte ich jetzt einen schönen felligen Bettwärmer, der sich immer ganz eng an mich kuschelte.
Und dann hieß es: alle 2 Stunden aufstehen und Aiko auf den Hof führen! Wenn ich mal eine halbe Stunde zu lange gewartet hatte, war es passiert! Vor dem weiterschlafen durfte ich dann erst mal putzen.
So verbrachte ich dann 2 Nächte in der Küche. Nachdem das mit dem Pippimachen auf dem Hof einigermaßen sicher war, zog ich mit Aiko ins Schlafzimmer um. Den 2 Stunden Rhythmus konnte ich dann langsam ausdehnen. Eigentlich hat das ziemlich gut funktioniert und bis auf ein paar kleine „Unfälle“ ist nicht viel schief gegangen.
Tagsüber machte Aiko die nächtlichen Strapazen wieder gut. Ich hatte sehr viel Spaß mit ihm, wie mit einem kleinen Hund eben. Ich glaube, da brauche ich hier nicht näher drauf einzugehen, das kennt Ihr ja.
Nach etwa einer Woche, Aiko hatte sich schon sehr gut eingelebt, wollte ich das Alleine sein üben. Ich ging vom Hof und Aiko fing wie auf Kommando kläglich an zu winseln. So musste ich direkt wieder reinkommen. Aber Irgendwie sollte er ja lernen, dass ich nicht für ewig verschwinde. Schließlich ließ ich ihn jammern und blieb etwa 3 Minuten weg. Das wiederholte ich mehrmals am Tag und es besserte sich allmählich. Manchmal schaffte er es, die 3 Minuten ohne einen einzigen Laut zu überstehen. Jetzt war es an der Zeit, die 3 Minuten langsam auszudehnen. Das klappte auch so weit ganz gut. Allerdings kam ich nicht weit über eine Viertelstunde hinaus. Spätestens dann fing er dann doch an zu wimmern. Sogar die Nachbarn hörten jetzt auch, wann ich nicht da war.
Ich überlegte und überlegte und überlegte...
Eigentlich ist es doch viel besser für ihn, wenn er nicht alleine ist? Etwa ein zweiter Hund ??? Ne, bloß nicht, ich hatte ja mit dem einen schon Stimmung genug!
Mein Urlaub war vorbei, ein Freund hatte aber noch Semesterferien und hat sich tagsüber um ihn gekümmert. Immer wieder dachten wir darüber nach, wenn er wieder auf der „Uni“ ist, dass Aiko dann stundenlang alleine auf dem Hof ist und niemand zum spielen hat. Außerdem dachte ich mir, ob ein oder zwei Hunde, das ist doch nur eine geringe Mehrbelastung! Aber für Aiko... Ich sprach noch mal mit meinem Kumpel, was er dazu meint und irgendwann entschloss ich mich, einen Spielkameraden für Aiko zu suchen.
Es sollte natürlich, was denn auch sonst, ein Husky sein!
Ich rief wieder bei Frau Ravens-Schneiders an, aber es waren keine Welpen zu bekommen. Einen älteren Hund wollte ich nicht, da ich Probleme mit Aiko befürchtete. Auch wollte ich natürlich die Erziehung selber bestimmen.
Sage und schreibe 80 (!) Tierheime hatte ich in ganz Deutschland angerufen. Kein einziger Husky weit und breit...
Dann kam ein Anruf von der Husky-Hilfe. Frau Ravens-Schneiders erzählte mir: Ein Tierarzt in Goch hätte einen jungen Huskyrüden abzugeben. Sie wollte mit mir da hin fahren, denn der Hund sei ein schwieriger Fall. Er sei geschlagen worden und fürchtet sich ausgerechnet vor Männern. Da Frau Ravens-Schneiders terminlich verhindert war, fuhr ich alleine nach Goch, um den Hund zu sehen.
Was ich dann zu sehen bekam, ließ mir das Herz bluten! Der Husky, sein Name war Spike, hatte eine Ausgeprägte Phobie vor Männern. Er war so geschlagen worden, dass er Querschnittsgelähmt und völlig abgemagert 3 Monate vorher von einem brutalen, herzlosen (und wahrscheinlich hirnlosen) Individuum, der sich als Hundevermehrer betätigt und für seine Brutalität in der Umgebung bekannt ist, bei dem Tierarzt abgegeben wurde. Und das auch noch mit der Behauptung, er habe den Hund auf der Straße gefunden.
Spike hatte sich nach einer Notoperation zwar einigermaßen wieder erholt, knickte beim laufen aber immer noch mit dem Hinterleib ein. Diese Schäden würden lt. dem Tierarzt nicht ganz verschwinden und Spike würde nie richtig laufen können. Die Angst vor Männern war auch bei Ihm in den 3 Monaten nicht weniger geworden.
Aufgrund dieser Männerscheu würde ich wahrscheinlich diesem armen Geschöpf niemals ein richtiges Zuhause bieten können und ich sah mich damit auch völlig überfordert. Ich musste dann schweren Herzens absagen und diese Entscheidung hat Kraft gekostet! Außerdem war die gute Laune für diesen Tag den Bach runter! Wie man so mit Tieren umgehen kann, da habe ich keine Worte für...
Aber man soll ja bekanntlich die Hoffnung nicht aufgeben und so rief ich dann doch noch mal die Tierheime hier in der Umgebung an. Und siehe da: In Düren war ein Husky!!!
Sofort rief ich meinen Kumpel an, machte früher Feierabend und wir trafen uns im Dürener Tierheim, natürlich mit Aiko! Wir wurden dort auf eine abgezäunte Wiese geführt und die Leute vom Heim wollten erst einmal testen, ob der Hund uns und auch Aiko akzeptiert.
Die junge Dame verschwand dann in einem Gehege und wir warteten gespannt auf die Dinge, die da kommen. Dann kam sie endlich auf uns zu und hatte einen wunderschönen jungen Husky dabei! Sie stellte ihn uns dann vor: Es war eine Sie, Namens Gibsy, 9 Monate alt.
Sofort holte ich ein Leckerchen aus der Tasche und wollte Gibsy anlocken. Aber Gibsy flüchtete sofort in die von uns abgewandte Ecke des Geheges und lies uns nicht an sich heran.
Aiko war schon kaum noch zu halten. Er wollte mit aller Gewalt auf Gibsy zu und wir ließen ihn dann auch von der Leine. Er stürmte sofort auf sie los und die beiden fingen an, sehr heftig miteinander zu spielen. Sie balgten regelrecht miteinander. Also das Problem war gegessen, die beiden verstanden sich prächtig.
Uns liess Gibsy weiterhin nicht in ihre Nähe! Auf Nachfragen bei der Mitarbeiterin des Tierheims erfuhren wir dann, dass Gibsy als Einzelhund in einer Mietwohnung gehalten wurde und während der Abwesenheit der Besitzer denen dann die halbe Wohnung zerlegt hat (richtig so!!!). Wahrscheinlich ist sie dann, als die ... (mir fällt hier nicht der passende Ausdruck ein!) nach Hause kamen, geschlagen worden! Mittlerweile wissen wir das auch mit Sicherheit, denn die eindeutigen Anzeichen für Schläge waren beim Verhalten des Tieres nicht zu übersehen.
Dass es immer noch so „blauäugige“ Leute gibt, die sich blauäugige Hunde anschaffen, ohne zu wissen, auf was sie sich da einlassen!
Da bei diesem Tier im Gegensatz zu Spike (in Goch) allerdings gute Chancen bestanden, mit viel Liebe das Vertrauen zu gewinnen, wurde nicht lange gefackelt: Gibsy kommt mit zu mir! Außerdem ist es ein besonderer Reiz, ohne vorherige Erfahrung einen schwierigen Hund wieder hinzukriegen! Einen normalen Hund großziehen, das kann doch jeder...
Weil ich vorher schon Kontakt zu Frau Ravens-Schneiders hatte und auch Aiko keinerlei Angst zeigte, konnte ich Gibsy sogar nach Erledigung der Formalitäten sofort ins Auto setzen und mitnehmen.
Ich sah jetzt eine stressige Fahrt auf mich zukommen, mit Aiko und einem völlig verängstigtem jungen Husky im Auto. Zu meiner Überraschung legte sich Gibsy aber still auf den Rücksitz und rührte sich nicht.
Zuhause angekommen wurde es jetzt spannend. Was passiert jetzt, wenn die Autotür aufgeht? Das hier: Gibsy schoss aus dem Auto heraus, rannte wie in Panik eine Runde über den Hof und suchte dann Schutz in einer Ecke unter den Tannenbäumen. Dort kam sie für die nächsten 3 Stunden nicht mehr hervor.
Da sie nicht freiwillig herauskam, war ich gezwungen, sie einzufangen. Schließlich musste ich sie ja daran hindern, auf die Straße zu laufen, wenn das Tor geöffnet wurde.
Aber einen Husky einfangen? Ha ha ha!!! Ich schaffte es zwar, sie in eine Ecke zu drängeln, aber wenn ich sie greifen wollte, sprang sie durch eine Lücke zwischen mir und der Mauer und war weg.
Dann nahm ich ein Halsband und ging auf sie zu. Als ich dann laut und deutlich „sitz“ sagte, setzte sie sich zu meiner Verblüffung hin. Ich konnte ihr sogar das Halsband anlegen. Sie lief nicht weg, zeigte aber deutlich, dass sie Angst hatte. Dies war zunächst wohl die einzige Möglichkeit, an sie heranzukommen.
Bei unserem ersten gemeinsamen Spaziergang, ich hatte meinen guten Bekannten Micha mitgenommen, geschah dann das wovor wir wohl den größten Horror hatten. Als Aiko mit Gibsy spielen wollte, wich sie zurück und zog so ruckartig an der Leine, dass sie aus dem Halsband rutschte! Sie raste sofort los und entfernte sich etwa 60 Meter von uns. Wir standen da wie versteinert, das Halsband, auf das ich vorsorglich Adresse und Telefonnummer geschrieben hatte, in der Hand und Gibsy auf und davon! Wir meinten nur übereinstimmend: “Auf keinen Fall hinterherlaufen!“ Ich rief sofort: „Gibsy, komm!“ und sie kam tatsächlich etwas näher, blieb aber auf einer Entfernung von ca. 30 Metern. Wir gingen sofort ganz normal, als wäre nicht geschehen, Richtung nach Hause. Gibsy folgte uns in gleichbleibendem Abstand. Fast Zuhause angekommen, mussten wir jetzt in eine enge Gasse, die zum Gartentor führt.
Gibsy blieb dann im Acker stehen und traute sich nicht an diese Stelle heran. Micha versuchte nun, sich mit der Leine in der Hand nach altbewährter Methode zu nähern. Als er fast bei ihr war, rannte sie plötzlich wieder davon und verschwand in der Dunkelheit (Es war inzwischen spät geworden). Micha schaffte es dann noch mehrmals, sie bis auf etwa 10 Meter heranzulocken, aber es gelang einfach nicht, sie zu fangen!
Nach einigen Stunden und mit den Nerven ziemlich am Ende gelang es Micha dann tatsächlich, Gibsy in den Garten zu locken. Wir durften uns natürlich nicht auf sie zu bewegen, aber einer musste ja an ihr vorbeikommen, um das Gartentor zu schließen. Ich lief also wie ein geölter Blitz zum vorderen Tor hinaus und durch eine Seitenstraße von hinten an den Garten heran und schlug die Gartentüre zu. Bingo, sie saß in der Falle und wir hatten sie wieder! Meine Freude und Erleichterung war größer als an den beiden Tagen als ich Aiko und Gibsy bekommen habe zusammen!
Mittlerweile sind einige Monate ins Land gegangen. Gibsy hat einen große Teil ihrer Angst verloren. Man merkt zwar immer noch, dass sie etwas scheu ist, aber sie lässt sich jetzt sogar schon von Fremden anlocken und mit Leckerchen füttern! Tag für Tag merkt man bei ihr, dass sie immer zutraulicher wird. Sie legt sich auch gerne auf den Rücken und lässt sich den Bauch kraulen.
Insgesamt kann ich nur sagen, die beiden sind zwei wunderbare Hunde! Alle haben super viel Spaß mit ihnen und ich hab bisher an keinem Tag bereut, dass ich sie angeschafft habe. Und ob Ihr es glaubt oder nicht, mit 2 Hunden hab ich mehr Freiheit, als ich mit einem gehabt hätte. Das alleine lassen ist kein Problem mehr.
Die beiden toben oft und ausgiebig miteinander herum und sind unzertrennliche Freunde geworden. Zwar machen sie fast alles kaputt, was zwischen die Zähne passt und klauen alles mögliche. Besonders Socken sind vor ihnen nicht sicher. Aber das gehört dazu und bringt Leben in die Bude. Langeweile ist bei mir ein Fremdwort geworden, die beiden halten mich immer auf Trab.
Jetzt hab ich hier aber langsam genug geschrieben! Am besten, Ihr macht euch auf die Socken und kommt uns drei mal Besuchen! Die stürmische Begrüßung, die euch Aiko liefern wird, kann man mit Worten hier gar nicht beschreiben...



So eine Baustelle ist doch ein prima Spielplatz...


So, es wir langsam Zeit, mal wieder was zu schreiben. Schließlich ist einige Zeit vergangen und Ihr wollt ja wissen, wie die Beiden sich so eingelebt haben!
Aiko ist noch etwas gewachsen und ist jetzt vom Rücken her gesehen eine Hand breit höher als Gibsy. Er hat sich prima entwickelt. Oft laufe ich mit den Zwei mit Inlineskatern die geteerten Feldwege lang und lasse mich ziehen. Aiko kann auf Zuruf tatsächlich rechts und links unterscheiden! Das hat zwar lange gedauert, bis er kapierte, was ich von ihm will. Aber ich habe einfach immer "rechts" oder "links" gerufen und wenn er zufällig richtig abgebogen ist, hab ich ihn gelobt. Allerdings mit dem Stehenbleiben klapp´s noch nicht so gut. ich muß dann an der Leine rucken und dann werden sie langsamer. Ein Glück, daß ich ein routinierter Skater bin, noch schaffe ich es, die beiden auszubremsen.
Gibsy hat jetzt fast keine Angst mehr. Zwar sind immer noch Reste davon übrig geblieben, aber im großen und ganzen merkt man ihr das kaum noch an. Wenn z. B. jemand über sie steigt, während sie auf dem Boden liegt, dann rührt sie sich nicht von der Stelle. Früher hatte sie gleich die Flucht ergriffen. Es ist erstaunlich, wie viele Verbesserungen bei ihr Woche für Woche zu verzeichnen sind. Sie macht auch nichts mehr kaputt, woraus man schließen kann, daß sie ausgeglichen und zufrieden ist.
Meine Fraunde müssen immer lachen, wenn wir beim spazieren gehen an Bäumen und ähnlich riechenden Sachen vorbei kommen. Aiko schnuppert, hebt das Beinchen und - nein, darüber lachen sie nicht! aber jetzt kommt´s: Anschließend schnuppert Gibsy, hebt das Beinchen und markiert! Nein nein, sie ist kein Rüde, auch der Tierarzt hat da keine Zweifel.
Mit dem frei laufen lassen ist das immer noch eine bedenkliche Sache. leine ich beide ab, sieht man zwei schwarz-weiße Flecken am Horizont verschwinden. nach einiger Zeit kommen sie dann wieder. Da aber nun mal Straßen in der Nähe sind und die Beiden sich mit den Verkehsregeln nicht so gut auskennen, zieh ich es dann vor, immer nur einen Rabauken abzuleinen. Wenn der eine nicht weg kann, bleibt der andere in der Nähe.
Gut, daß die beiden bei uns genug Auslauf haben. Die Wiese ist seit letztem Sommer komplett eingezäunt. Deswegen können sie den ganzen Tag auf dem ganzen Gelände herumtoben. Man muß echt aufpassen, wenn Aiko und Gibsy gerade Nachlaufen spielen. Geht man auf die Tür zum Garten zu und es ist so ein "Trappeln" zu hören, sollte man sich an der Seite aufhalten, denn es könnte sein, daß da plötzlich zwei Husky´s mit etwa 40 Sachen raus geschossen kommen! Die würden einem glatt die Beine unter´m Hintern weg fegen.
Neuerdings habe ich eine sehr gute Möglichkeit gefunden, die Zwei doch draußen frei laufen zu lassen: In der "Brunssumer Heide" in Holland.
Monika Virchow, eine Tiertherapeutin hatte mir angeboten, Samstags oder Sonntags mit einer Gruppe Hundebesitzer dort hin zu fahren. Das Angebot nahm ich gerne an. Wir drei sind einen Samstag da gewesen. Das Gebiet ist sehr groß und man ist so weit von den Straßen weg, daß man sich keine Sorgen um seine Vierbeiner machen muß. Außerdem waren wir überrascht, denn Aiko und Gibsy liefen kaum mehr als 20 - 30 Meter weg. Der Grund sind die anderen Hunde. Einige davon bleiben immer bei den Zweibeinern. Da die Hunde Rudelverhalten haben, bleibt die ganze Meute immer in der Nähe. Unsere beiden waren außer sich vor Freude! So viele Spielkameraden! Sie liefen stundenlang kreuz und quer durch die Heide. Und am Abend hatte ich eine Ruhe in der Bude! Die Zwei lagen flach auf dem Boden, als wenn denen einer ein Schlafmittel verabreicht hätte. Ich denke, da werden wir jetzt regelmäßig mitfahren.
Ich habe die Kamera mitgenommen und dann hier ein paar Foto´s rein gestellt:
Spatziergang in der Brunsumer Heide
Mal wieder aktuelle Neuigkeiten,
Erst mal ein aktuelles Foto:

Man sollte eigentlich meinen, so nach zwei Jahren würde alles geradeaus laufen und sich nichts mehr großartig verändern. Aber da belehren mich Aiko und Gibsy fast täglich eines Besseren! Die beiden haben sich so richtig eingewöhnt und wissen auch, was ihr Revier ist.
Trotzdem sehen wir immer wieder gewisse Dinge, die sich nach dieser Zeit noch ändern. Besonders Gibsy wird immer noch ab und zu ein kleines Stück zutraulicher. Wenn sie manchmal auf mich zu kommt, und dann eine Pfote hochhebt, so als wenn sie mir zuwinken will, dann ist das schon lustig anzusehen. Sie will dann natürlich spielen.
Auch im Schmusen wird sie immer besser. Sie dreht sich manchmal auf den Rücken, wälzt sich so richtig hin und her. Dabei kuschelt sie sich so eng an, daß es schon so aussieht, als wenn sie da was nachholen will. Stimmt ja auch wahrscheinlich, bei deeeen Vorbesitzern! (vereinzelt hat sie doch noch mal Angst, dazu weiter unten mehr...)
Lustig wird´s auch beim Fernsehen. Ich brauche nur mal kurz aufzustehen, um was aus dem Schrank zu holen. Wenn ich meinen Hintern dann wieder da platzieren will, wo ich vorher gesessen habe, geht das nicht mehr. Da liegt dann Gibsy! Zusammengerollt und gemütlich, als wenn sie schon ´ne halbe Stunde da gelegen hätte. Sie guckt mich dann immer so von unten an, als wenn sie sagen wollte: „Mal gucken, was er jetzt macht...“
Ich schieb´ sie natürlich einfach auf Seite, denn als Ranghöherer darf ich mir das ja nicht bieten lassen. Obwohl mir das ja manchmal ein bisschen leid tut.
Bei Aiko kommt der Labrador-Anteil manchmal durch, besonders, wenn Wasser im Spiel ist. Sobald ich draußen den Gartenschlauch in die Hand nehme, läuft er mir schon Schwanzwedelnd hinterher. Da ist so eine Pistole dran, mit der man kleine Wasserstöße abgeben kann. Die halte ich dann immer in seine Richtung und „schieße“ damit leicht nach oben, so daß immer ein kurzer Strahl auf ihn zu fliegt. Er versucht dann immer, das Wasser zu schnappen. Dabei verfehlt er manchmal den Spritzer knapp mit dem Maul und alles klatscht ihm auf den Kopf.
Das macht ihm natürlich immer einen riesen Spaß.
Beim Spatzierengehen in den Feldern hinter unserem Garten buddeln die Beiden manchmal Mäuse aus und fressen diese sogar. Gibsy spielt auch schon mal mit der „Beute“ und wirft sie so in die Luft, daß man meinen könnte, bei den Vorfahren ist irgendwann eine Katze dazwischen geraten.
Auch im Garten kann man genau sehen, wo mal Gänge von Mäusen waren. Da befinden sich jetzt nämlich Gräben von bis zu 40 cm Tiefe! Da muß ich mir wohl bald einen geländegängigen Rasenmäher anschaffen...
Gibsy´s Angstsituation und meine Gegenmaßnahme:
Neulich habe ich eine neue „Entdeckung“ gemacht: Gibsy hat Angst vor großflächigen Gegenständen wie Bettdecken oder Plastikfolie, wenn ich damit auf sie zukomme. Ich kam mit einer Bettdecke in der Hand aus dem Schlafzimmer. Gibsy kam mir im Flur entgegen. Als sie die Decke erblickte, erschrak sie, klemmte den Schwanz ein und nahm Reißaus.
Auch vor einer Blauen Abdeckplane, die ich mal durch den Flur trug, flüchtete sie wie in Panik. Die Plane hatte ich nicht ganz zusammengefaltet, so daß sie etwa einen halben Quadratmeter groß zu sehen war.
Da musste ich natürlich Gegenmaßnahmen ergreifen! Als machte ich Folgendes: Ich steckte mir Leckerchen in die Tasche und lockte Gibsy in den Flur, wo ich vorher alle Türen zugemacht hatte. Sie konnte also nicht mehr weg. Dann machte ich die Türe wo sie reinkam auch noch dicht. Jetzt war sie „gefangen“, aber dachte sich noch nichts schlimmes.
Ich ging jetzt in die Küche, wo ich die besagte Abdeckplane bereitliegen hatte. Als ich damit durch die Tür kam, geriet sie natürlich in Panik und rannte im Flur hin und her. Sie konnte jedoch nicht entkommen und gleichzeitig schimpfte ich mit ihr, um ihr klarzumachen, daß sie sich falsch verhält. Jetzt faltete ich einfach die Plane zusammen und legte sie in etwa einem Meter Höhe auf einem Schrank ab, aber so, daß sie noch gut von unten zu sehen war.
Gibsy verkroch sich in einer Ecke auf dem Boden. Nun kamen die Leckerchen zum Einsatz. Ich holte eins heraus und rief: “Gibsy, Leckerchen!“ Sie mußte aber an der Plane vorbeilaufen, um zu mir zu kommen! Das machte sie aber nach einem kleinen Zögern dann auch, blickte aber ängstlich zu der Plane auf dem Schrank auf. Geduckt und schnell vorbei, Ihr kennt das ja. Bei mir angekommen, wurde sie dann natürlich ausgiebig belohnt. Ruck Zuck verschwand sie aber wieder in die Ecke und duckte sich.
Schon holte ich das nächste Leckerchen hervor und sie kam dann etwas lockerer. Schließlich merkte sie ja, daß die Plane ihr nichts tat. Ich hielt jetzt die Leckerchen hoch und sie schnappte sich diese, indem sie sich auf die Hinterbeibe stellte. Jetzt näherte ich mich mit jedem Leckerchen immer mehr der Plane und siehe da, sie brachte es fertig, das Ding zu nehmen obwohl sie mit der Schnauze nur noch eine Handbreit von der Plane entfernt war. Siehste, geht doch...
Aiko kann man natürlich mit der Plane umrennen und der geht nicht mal auf Seite...
Hallo Ihr lieben,
schon lange überfällig, mal wieder was von meinen beiden Pelznasen zu berichten! Hier erst mal wieder ein neues Foto:

In den Jahren hat sich selbstverständlich so einiges getan. Die beiden, haben sich super an ihr Zuhause gewöhnt und so langsam ist klar der Charakter von jedem einzelnen Hund zu erkennen.
Aiko ist ja ein Mix aus Husky und Labrador. Ich habe von vielen Leuten gehört, dass der Labrador etwas trottelig ist. Das trifft jedenfalls bei ihm voll zu! Oder warum dreht der sich im Schlaf schon mal rum und plumpst dann vom Sofa?
Gibsy bringt solche Klopse nicht. Sie passt grundsätzlich besser auf. Wenn ich mal für ´ne halbe Stunde weg gehe, gebe ich den beiden meisten Kauknochen – jedem einen! Komme ich dann wieder, kommt mir Aiko entgegen, ohne Kauknochen. Gibsy sitzt dann irgendwo und bewacht zwei (!) Kauknochen…
19.06.06: Auch ist es immer lustig, wenn Gibsy nach Tagen plötzlich mit einem Kauknochen ankommt, der sichtlich durchgeweicht und schmutzig ist. Irgendwo hat sie wohl ein Geheimversteck in einem Erdloch...
Und wehe, wenn Aiko mal an einen Kauknochen geht, der von Gibsy als ihr Eigentum angesehen wird! Dann geht eine Keilerei los! Dabei passiert aber nix schlimmes. Die beiden fletschen die Zähne und bellen sich laut und heftig an. Nach ca. 30 Sekunden Radau hat sie ihm dann klar gemacht, wem das Ding gehört und dann ist wieder Ruhe
Eine Zeit lang hatte ich damit zu kämpfen, dass Aiko immer mehr abnahm und im Bereich der Hüfte richtig dünn wurde. Eine Bekannte, die Tierarzt ist, fand kein Gesundheitliches Problem bei Aiko. Da er offensichtlich sein Futter nicht so richtig mochte und auch eine Umstellung auf andere Sorten nicht so richtig Erfolg brachten, musste ich mir was heftiges einfallen lassen. Also ab zur Metro, 10 Kilo jungen Gouda gekauft und Aiko so 2 mal am Tag ein Pfund "Leckerchen" gegeben.
Hat etwa 2 Wochen gedauert, da sah man schon deutlich, dass er nicht mehr so dünn war. Die Menge hab ich jetzt reduziert, weil er ja nicht später wie eine Presswurst aussehen soll. Hier kommt mal ein ganz aktuelles Foto vom 08.06.2006:

Demnächst hier: Aiko hatte sich angewöhnt in der Wohnung zu markieren und wie ich ihm das wieder ausgetrieben habe...
Ich fang heute mal mit der Vorgeschichte an. Vor etwa einem Jahr hat Aiko oben im Flur zum ersten mal an das Treppengeländer gepinkelt. Natürlich hat er das so gemacht, dass ich es nicht direkt sehen konnte. Vielmehr hab ich das hinterher entdeckt. Ich war schockiert! Der war doch bisher stubenrein! Außerdem ist er kastriert! Naja, dachte ich, vielleicht bleibt es bei dem einen Mal und kommt nicht wieder vor. Ich konnte ihn jetzt auch nicht mehr ausschimpfen, da hätte ich ihn schon erwischen müssen.
Es blieb aber nicht bei den ersten mal. Als ich Wochen später unten in die Wohnung kam, blieb mir fast die Luft weg! Ein fürchterlicher Gestank hatte sich breit gemacht. Nach einiger Suche habe ich dann unter der Heizung eine kleine Pfütze gefunden. Das darf doch wohl nicht wahr sein! Der Kerl hatte die Heizung angepisst! Den perversen Gestank kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man das noch nie gerochen hat!
Jetzt war guter Rat teuer! Was mach ich jetzt? Zuerst wurden sämtliche Fachleute um Rat gefragt: Meine Tiertherapeutin, sämtliche Bekannte die Hunde hatten und auch eine gute Freundin die Tierarzt ist - keiner wusste so richtig, wie man das nachhaltig abstellen konnte, denn erwischen ließ Aiko sich dabei nicht! Dank seines Erfolges kam das dann auch häufiger vor! Nach einer Zeit hatte ich heraus gefunden, dass er das immer genau zu dem Zeitpunkt machte, als ich die Hunde in die Wohnung sperrte um das Auto herein zu fahren.
Meine erste Idee, dafür zu Sorgen, dass er einen Stromschlag erhält, wenn er da hin macht, habe ich nach Rücksprache mit Monika, der Tiertherapeutin, dann doch wieder verworfen. Ich war ziemlich sauer auf den Hund und hatte eigentlich vor, Drähte auf dem Boden und und ... Aber ich hab es dann doch nicht fertig gebracht, ihm so weh zu tun.
Nein, da musste was genialeres her! Kamera - Erwischen - Schimpfen? Viel zu zeitaufwendig! Ich kann mich doch nicht Wochen auf die Lauer legen, außerdem fuhr ich immer gerade zu dem Zeitpunkt mein Auto rein...
Jetzt war der Erfindergeist und der Basteltrieb geweckt! Es darf nicht weh tun, soll vollautomatisch funktionieren und muss wirken (nachhaltig)! Was dabei herausgekommen ist, könnt Ihr hier demnächst lesen...
so, jetzt hab ich mir endlich mal Zeit genommen und erzähl Euch mal was von meiner Teufelsmaschinerie:
Damit meine Aktion auch funktionierte, musste ich erst dafür sorgen, dass er immer an derselben Stelle markiert. Mir war aufgefallen, dass er zwar in verschiedenen Räumen seine Duftnoten hinterließ, in diesen aber immer die gleiche Stelle auswählte. Also brauchte ich ihn nur noch jedes Mal in ein und denselben Flur zu sperren. Tatsächlich markierte er da immer ziemlich genau dieselbe Stelle an einem Holzgeländer.
Jetzt besorgte ich mir in einem Elektronik-Geschäft den Bausatz für einen Wassermelder. Dieser musste einen potentialfreien Relaiskontakt als Ausgang haben, womit man also weitere Geräte ansteuern konnte, die mit Spannung aus der Steckdose versorgt werden. Ein passendes Netzteil, ein Kunststoffgehäuse aus dem Internet und etwas Kleinkram und schon konnte die Löterei losgehen.
Mit der Spannung kann man ja schließlich alles mögliche ansteuern. Zunächst dachte ich an eine laute Hupe oder eine Sirene.

Diese Kiste enthält die Elektronik. An die Lüsterklemme werde die beiden Signaldrähte angeschlossen. In die Steckdose kann ein beliebiges Gerät angeschlossen werden
Beim Durchwühlen meiner Schränke in der Werkstatt fand ich ein Magnetventil, dass mit Spannung aus der Steckdose geschaltet werden konnte. Ich erinnerte mich, dass Aiko immer ziemlich ängstlich zurückweicht, wenn ich irgend ein Werkstück mit Pressluft abblase. Bingo, das war es: Wassermelder – Magnetventil – Druckluft!
Lautes Zischen und ein kräftiger Windzug in der selben Sekunde, wo der erste Tropfen irgendwelche dünnen Kupferdrähte trifft. Das tut keinem Hund weh und schadet auch nicht. Der Strom in den Drähten ist so gering, dass man selbst mit nassen Fingern absolut nichts davon merkt. Absolut Tierfreundlich!
Was wird Aiko machen, wenn er denkt: „Das blöde Herrchen ist gerade wieder dabei, dass Auto rein zu fahren. Ich pinkel jetzt erst mal in Ruhe wieder an das Geländer…“ Dann sein Beinchen hebt und in dem Moment wo er laufen lässt – pfffffffffft – aus einem Rohr mit fast einem Zentimeter Durchmesser eine Ladung Pressluft mit 10 bar auf ihn lospustet?
Ein Druckbehälter musste her!
Sofort besorgte ich mir an einer Gastankstelle in Holland eine 5 kg Gasflasche, ein paar Verschraubungen bei einem Gashändler in Jülich und ein Manometer von einem guten Freund. Schon ging die Bastelei weiter.

Das Magnetventil und das Manometer
So manche Stunde in der Bastelbude lag Aiko unter der Werkbank zu meinen Füßen und ich schaute zu ihm runter und sagte mit einem Lächeln: „wenn Du kleiner Mistkerl wüsstest, was ich hier die ganze Zeit zusammenbaue…“
Irgendwann war die ganze Maschinerie fertig und alles musste getestet werden. Den Wassermelder testete ich, indem ich am Ausgang, welchen ich als Steckdose ausgelegt hatte, eine Lampe anschloss. Wenn man die Drähte am Eingang nur mit feuchten Fingern anfasste, leuchtete die Lampe sofort auf.
Die Pressluftflasche stellte ich unten in der Werkstatt erst mal auf eine Werkbank und füllte diese mit 10 bar Pressluft auf. Dies erfolgte durch den gleichen Schlauch, wo die Luft auch bei einem Einsatz heraus kommt. Da hatte ich einfach als Düse eine Schnellkupplung dran montiert, die ich zum befüllen am Kompressor anschloss. Dann steckte ich den Stecker für das Magnetventil ein, damit der Weg in die Gasflasche für die Pressluft frei war. Wenn der Behälter voll war, zog ich den Stecker aus der Steckdose, das Ventil schloss sich und der Druck blieb in der Gasflasche.
Den Schlauch klemmte ich zur Probe in einen Schraubstock, so dass er in Richtung Werkbank zeigte. Stand man an der Werkbank um den Stecker in die Steckdose zu stecken, befand man sich genau vor der Öffnung der Höllenmaschine…
Zufällig kam in diesem Moment Rico, ein guter Freund zu Besuch. Diesem führte ich gleich meine fertig gestellte Hunde-markier-verhinderungs-Einrichtung vor. Erklärte ihm kurz die Funktion, verkniff mir mein hinterhältiges Grinsen und sagte: „steck mal bitte diesen Stecker da ein…“
Rico steckte ihn ein und im selben Moment zischte eine volle Ladung Pressluft auf ihm los! Er erschreckte sich so, dass er richtig vom Boden hochsprang, den Stecker in Bruchteilen von Sekunden wieder herausriss und wegwarf! Er hatte wohl nicht drauf geachtet, wo der Schlauch endete.
Wir mussten beide lachen und meinten übereinstimmend: „ Der wird sich tierisch erschrecken, aber das soll er ja auch!“
Gut Rico! Test bestanden!
Nun war es soweit. Die ganze Technik wurde im Flur angebracht. Ich zog feine Kupferdrähte über den Holzboden, wo Aiko immer hinmachte. Diese schloss ich an den Wassermelder an, der zusammen mit der Gasflasche unter einer Decke versteckt wurde. Den Schlauch befestigte ich so am Geländer, dass Aiko aus ca. einem Meter Entfernung angepustet werden sollte.

Der Druckbehälter mit Manometer und Magnetventil. Rechts die Elektronik
Viel Ahnung von Technik haben Hunde ja nicht! Feine Drähte auf dem Boden, ein Schlauch am Geländer – alles uninteressant! Richt ja schließlich nicht nach Leckerchen. Auch dass unter der Wolldecke, die schon Tage vorher (absichtlich) zusammen geknuddelt in der Ecke lag, plötzlich ein großer Gegenstand mit Manometer war, hat den Hund nicht neugierig gemacht. Zumindest hab ich ihn nie dabei beobachtet, wie der den Druckmesser abgelesen hat…

Der Schlauch am Geländer

und schließlich die Signaldrähte auf dem Boden
So, Stecker rein und warten. Da ich zum fraglichen Zeitpunkt ja immer das Auto auf den Hof fuhr, konnte ich nicht hören, wenn es im Haus mal zischen sollte. Das Manometer zeigte mir immer an, dass der Druck noch drin war.
Aber nur 3 Tage lang!!! Das Auto war drin, der Hof zu. Ich öffnete die Wohnungstür und Aiko kam wie ein Blitz aus der Tür geschossen. Er war total aufgedreht und ängstlich! Er schaute auf jede Bewegung die ich machte und wich bei jeder Geste zurück.
Sofort ging ich rauf und sah schon kleine Tropfen auf dem Boden am Geländer, das Manometer auf Null - Volltreffer!!! Er hat sich so erschrocken, dass er lange brauchte um sich wieder normal zu verhalten.
Diese Aktion hat gewirkt! Es sind schon mehrere Monate vergangen und bis zum heutigen Tag hat er nie mehr in der Wohnung markiert!
Sollte er doch mal rückfällig werden: Die ganze Anlage ist noch immer da, natürlich scharf…