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Rico
Unsere Tour auf die Sophienhöhe
An irgend einem Sonntag trafen Rico und ich uns zu einer kleinen Tour auf die Sophienhöhe bei Jülich. Dieser Berg ist eine Abraumhalde vom Tagebau Hambach, wo Braunkohle für die Stromerzeugung gewonnen wird. Sie ist noch nicht ganz fertig und wird später doppelt so viel Fläche einnehmen, wie jetzt. Die Höhe soll die jetzige um 50 Meter übertreffen.
Die eintönigen Wege, die auf dem bisherigen Teil meistens gerade waren und alle gleich aussahen, sind auf dem neu angeschütteten Teil viel abwechslungsreicher. Da geht es viel um Kurven und auf und ab.
Hier ein Blick über die oberste Plattform. Der kleine Trampelpfad, den ich da gerade rauf fahre, geht zum Aussichtsturm, dem höchsten Punkt der ganzen Gegend:

Wenn Ihr also mal der höchste Kopf im ganzen Kreis Jülich sein wollt, dann braucht Ihr nur auf den Turm zu klettern (und zu hoffen, daß da nicht schon jemand steht, der größer ist...)
hier der Turm:

Immer gut für eine Pause, bei der man mit anderen Bikern auch mal ein Schwätzchen halten kann:

Aber bevor man das hier genießen kann muß man erst mal den Anstieg hinter sich bringen! Die Sophienhöhe ragt mit dem Höchsten Punkt etwa 200 Höhenmeter über das umliegende Niveau hinaus. Die wollen erst mal überwunden werden. Die Wege, die da rauf führen, sehen etwa so aus:

Wenn man das kleinste Kettenrad vorne schon Jahre nicht mehr benutzt hat, kann man jetzt endlich mal den Rost abfahren, wenn man nicht so fit ist, auf dem Mittleren zu fahren!
Oben angekommen geht´s dann über ein weites Netz von Wegen kreuz und quer über den ganzen Kiesberg:

Hier ein Blick vom alten Gipfelkeuz, teilweise auf den alten Teil des Berges und rechts ein Stück, das neu aufgeschüttet wurde. Der EP musste natürlich mit ins Bild, damit das ja nicht in irgend einem Kalender auftaucht:

Auf dem neuen Teil des höchsten Hügels in ganz Jülich sieht es aus, wie eine Mondlandschaft:

Nur die amerikanische Flagge und Spuren vom Mondfahrzeug konnten wir nirgendwo entdecken...
Da diese Wege noch nicht so festgefahren sind kann man schon mal vom Matsch ausgebremst werden. hier wurde das Hinterrad so schwergängig, daß ich nicht mehr weiter kam. Der "Fat Albert" kommt wohl doch etwas nah an die Schwinge:

Von hier oben hat man tolle Einblicke in den Tagebau, der im Hintergrund fast im Dunst verschwindet:

Oder Aussichten auf die Umgebung:

Wenn man irgendwo rauf fährt und man nicht 4 Wochen später als skelettierte Leiche gefunden werden will, muß man irgendwann wieder runter. Das geht auf verschiedene Weise. Es gibt schmale Wege, die steil sind. So wie der hier, wo Rico gerade runtergerauscht kommt:

Oder man fährt die Kieswege runter, die man in verschiedenen Steigungen bzw. Gefälle findet. Diese jetzt noch mal zu zeigen ist zu langweilig, sehen alle gleich aus. Dann gibt es noch einige Abfahrten, die man nur runter fahren sollte, wenn noch Freunde mit Handy dabei sind (für den Rettungshubschrauber)! Davon gibt´s hier demnächst noch Bilder. Die sind auch nicht immer ganz einfach zu knipsen. Meistens sieht man auf den Bildern nicht, wie steil die Dinger sind. Der Regen hat dort Rillen ausgespült und ich hab da schon öfter mit dem Hintern gebremst...
So, wer nach mehreren Stunden auf der Halde noch immer nicht weiß, wohin mit der Power, der kann sich am Fuß der Sophienhöhe noch im Wald austoben. Hier sind viele schmale Wege, die sich durch das Gebüsch schlängeln:

Hier kommt Rico, der Waldschrat...
Das war´s wieder mal für heute. Die nächsten Berichte mach´ ich im Sommer. Das sieht dann doch besser aus, wenn die Bäume alle grün sind und die Blümchen alle blühen und bla bla bla...